Wie steht VfB Stuttgart finanziell da? VfB Stuttgart erzielt einen Financial Stability Score von 56 aus 100 Punkten (Ampel: gelb). Die Eigenkapitalquote liegt bei 23.8 Prozent (Liga-Durchschnitt: 34,1 Prozent), die Personalkosten-Quote bei 48.5 Prozent. Die Verbindlichkeiten-Quote beträgt 49.4 Prozent. Das Eigenkapital liegt bei €67.8M.
Stuttgart erlebt die beste Phase seit dem Meistertitel 2007. Sportlich Top 4, DFB-Pokal-Sieger, CL-Teilnehmer. Aber: Die Bilanz hält nicht Schritt — EK-Quote 21,7%, Verbindlichkeiten 44,8%. Der Club investiert über seine bilanziellen Verhältnisse in die sportliche Spitze. Solange der Erfolg anhält, wächst das EK durch Erlöse. Wenn der sportliche Zyklus dreht, wird die dünne Bilanz zum Problem.
Stuttgart ist der spannendste Club der Liga: Sportlich auf dem höchsten Niveau seit 20 Jahren, bilanziell auf dünnem Eis. Der Porsche-Anker stabilisiert, aber die EK-Quote (21,7%) lässt wenig Raum für Rückschläge. Ein Abstiegs-Flashback wie 2019 wäre bei der aktuellen Kostenstruktur deutlich teurer als damals.
Die hier gezeigten Bilanzdaten basieren auf den DFL-Finanzkennzahlen 2025 (Geschäftsjahr 2023/24, Stichtag 30.06.2024). Die Bundesliga insgesamt wuchs in der Saison 2024/25 um 6,7 Prozent auf über 5 Milliarden Euro Umsatz. Ob VfB Stuttgart überproportional von diesem Wachstum profitiert hat, werden die nächsten DFL-Finanzkennzahlen zeigen, die für Mai oder Juni 2026 erwartet werden. Im Tab Ausblick findet sich eine informierte Hochrechnung.
56
Robust
Umsatz 2023-24
€276.7M
Rohergebnis · Konzernabschluss
Personalkosten-Quote
48.5%
Liga-Ø 47.9%
Kaderwert
€340M
BW €100M · Reserven €240M
MHPArena
60.449 Plätze
Stadt (Miete)
Eigenkapital-Quote
23.8%
Liga-Ø 34.1%
Verbindlichkeiten-Quote
49.4%
Liga-Ø 47.0%
Fazit: Stuttgart erlebt die beste Phase seit dem Meistertitel 2007. Sportlich Top 4, DFB-Pokal-Sieger, CL-Teilnehmer. Aber: Die Bilanz hält nicht Schritt — EK-Quote 21,7%, Verbindlichkeiten 44,8%. Der Club investiert über seine bilanziellen Verhältnisse in die sportliche Spitze. Solange der Erfolg anhält, wächst das EK durch Erlöse. Wenn der sportliche Zyklus dreht, wird die dünne Bilanz zum Problem.
DFL-Lizenz-Check
EK positiv (67,8 Mio), EK-Quote 21,7% unter 30%-Schwelle. Verbindlichkeiten-Quote 44,8% nahe Grenze. Stuttgart wächst sportlich schneller als die Bilanz.
Eigenkapital positiv
✓
€67.8M
Bestanden
EK-Quote > 30%
✗
23.8%
-6.2 Pkt unter Schwelle
Verbindl. < 50%
✓
49.4%
0.6 Pkt Puffer
Bilanz (2024-12-31)
Bilanzsumme€284.8M
Anlagevermögen€178.6M
Umlaufvermögen€95.7M
Eigenkapital€67.8M
Rückstellungen€31.4M
Verbindlichkeiten€140.7M
GuV (2023-24)
Rohergebnis€276.7M
Personalaufwand€134.1M
Abschreibungen€30.6M
EBITDA€48.6M
Ergebnis n. Steuern€15.5M
Spielerberater€19.1M
EK-Röntgen — Stille Reserven im Kader
Hohe Wertschöpfung durch eigene Jugend und günstiges Scouting. Stiller (44,7M Marktwert), Woltemade (Bayern-Interesse bei 65M) sind erhebliche stille Reserven. Risiko: Wenn Top-Spieler gehen ohne adäquaten Ersatz.
Kader-Bewertung
Spielervermögen (Buchwert)€100M
Kader-Marktwert€340M
Stille Reserven€240M
Highlight-Spieler
Angelo Stiller BW €3M → MW €45M+€42M
Nick Woltemade BW €0M → MW €30M+€30M
Enzo Millot BW €4M → MW €35M+€31M
Transferbilanz (5 Jahre)
Negative Transferbilanz über 5 Jahre — der Club investiert netto in den Kader.
Porsche-Beteiligung (11,6%) als strategischer Anker
Schwächen
EK-Quote nur 21,7% — deutlich unter 30%-Komfortzone
Verbindlichkeiten 44,8% — nah an der 50%-Grenze
Negative 5-Jahres-Transferbilanz (-60 Mio) — wächst über Verhältnisse
PK-Quote 48,5% — steigt mit CL-Kader-Ambitionen
Risikoprofil
Leading Indicators
Sportlicher Erfolgszyklus
Zwei Top-4-Saisons in Folge, DFB-Pokal, CL. Aber: Zyklen drehen. Stuttgart war 2019 Absteiger.
Porsche-Engagement
Porsche hält 11,6% — strategisches Investment, nicht Philanthropie. Stabilisiert Governance.
Strukturrisiken
Hoch
Bilanz hinkt dem sportlichen Niveau hinterher
CL-Kader auf 21,7% EK-Quote gebaut. Wenn der Erfolg ausbleibt, sind die Kosten da, aber die Erlöse nicht.
Mittel
Abstiegsnarbe 2019
Stuttgart war so kürzlich wie 2019 Zweitligist. Die Distanz zwischen Vizemeister und Abstiegskandidat ist im Fußball kürzer als die Bilanz suggeriert.
Black Swan
Schneller sportlicher Absturz + EK-Erosion
Stuttgart verliert Stiller + Woltemade + Millot in einem Sommer ohne CL-Quali → Erlöse sinken um 50-80M, PK-Struktur bleibt → EK schmilzt auf unter 30M, EK-Quote unter 10%.
PL Transfer-Deflation (wie BVB/Frankfurt)
Woltemade-Transfer an Bayern (65M intern) statt PL-Export wäre weniger lukrativ. Stuttgarts Modell ist weniger PL-abhängig als BVB/Frankfurt, aber nicht immun.
Risiko-Fazit: Stuttgart ist der spannendste Club der Liga: Sportlich auf dem höchsten Niveau seit 20 Jahren, bilanziell auf dünnem Eis. Der Porsche-Anker stabilisiert, aber die EK-Quote (21,7%) lässt wenig Raum für Rückschläge. Ein Abstiegs-Flashback wie 2019 wäre bei der aktuellen Kostenstruktur deutlich teurer als damals.
Ausblick — Hochrechnung GJ 2024/25
Schätzung · Keine offiziellen Zahlen
Die offiziellen DFL-Bilanzdaten beziehen sich auf das Geschäftsjahr 2023/24. Auf Basis der bekannten Eckdaten — Transferaktivität 2024/25, Liga-Wachstum (+6,7% laut DFL-Wirtschaftsreport), sportliche Ergebnisse — lässt sich der Stand per 30.06.2025 informiert hochrechnen. Diese Schätzung wird ersetzt, sobald die offiziellen DFL-Finanzkennzahlen voraussichtlich im Mai/Juni 2026 veröffentlicht werden.
Kennzahl
GJ 23/24 (DFL)
GJ 24/25 (Schätzung)
Umsatz
€276.7M
~€295M
Personalaufwand
€134.1M
~€142M
PK-Quote
48.5%
~48.1%
Transferergebnis netto
—
-€35M
EBITDA
€48.6M
~€51M
Geschätztes Ergebnis
€15.5M
~€11–16M
Geschätztes EK
€67.8M
~€79–84M
Geschätzte EK-Quote
23.8%
~26–28%
Simulator (in Vorbereitung): Ab Sommer 2026 können Sie hier Szenarien durchspielen — Was passiert bei Abstieg? Was bringt die Europa-League-Qualifikation? Erlösseite, Kostenseite, Handlungsbedarf — interaktiv pro Club.
Häufig gestellte Fragen
Kann sich Stuttgart das aktuelle Niveau leisten?
Kurzfristig ja, langfristig ist es ein Wettlauf. Die EK-Quote (21,7%) zeigt: Stuttgart investiert über seine bilanziellen Verhältnisse. Solange CL-Erlöse und Transfer-Hits (Woltemade 65M?) fließen, wächst das EK. Wenn nicht: schnelle Erosion.
Wie wichtig ist die Porsche-Beteiligung?
Strategisch wichtig als Governance-Anker und Signal an Sponsoren. Porsche hält 11,6% — kein Mehrheitsgesellschafter, aber ein stabilisierender Faktor. Verhindert: keine Übernahme durch fragwürdige Investoren, kein sportlicher Alleingang der Vereinsführung.
Droht Stuttgart ein Rückfall wie 2019?
Die Kader-Qualität ist heute eine andere Liga. Aber: 2019 war Stuttgart auch erst 2 Jahre zuvor Vizemeister. Die Bundesliga ist brutal zyklisch. Mit EK-Quote 21,7% wäre ein Rückfall bilanziell schmerzhafter als 2019.
Erfüllt Stuttgart die DFL-Lizenzanforderungen?
Ja, aber ohne großen Puffer. EK positiv, Verbindlichkeiten unter 50%. EK-Quote (21,7%) ist unter der 30%-Komfortzone.
Wie aktuell sind die Daten auf dieser Seite?
Die Bilanzdaten basieren auf den DFL-Finanzkennzahlen 2025, die das Geschäftsjahr 2023/24 abbilden (Stichtag 30.06.2024). Kaderwerte sind aktuell (April 2026, Quelle: SportMonks/Transfermarkt). Transferdaten sind aktuell. Die nächsten Club-Level-Bilanzdaten (GJ 2024/25) erwartet die DFL voraussichtlich im Mai oder Juni 2026. Im Tab Ausblick findet sich eine informierte Hochrechnung.