Bundesliga-Relegation
Regeln, Dramen und die Geschichte des dramatischsten Formats im deutschen Fussball
Wie funktioniert die Bundesliga-Relegation?
Seit der Saison 2008/09 spielt der Tabellendrittletzte der Bundesliga (Platz 16) in einem Hin- und Rueckspiel gegen den Tabellendritten der 2. Bundesliga. Der Gewinner spielt in der naechsten Saison erstklassig. Die 2020 abgeschaffte Auswaertstorregel gilt nicht mehr — bei Gleichstand nach 180 Minuten folgen 30 Minuten Verlaengerung, dann Elfmeterschiessen.
Die groessten Relegationsdramen
| Saison | Duell | Ergebnis | Drama |
|---|---|---|---|
| 2018/19 | Stuttgart vs. Union Berlin | 2:2 / 0:0 | Union steigt erstmals in die Bundesliga auf. Stuttgart ab. |
| 2021/22 | Hertha BSC vs. HSV | 0:1 / 2:0 | Felix Magath rettet Hertha in letzter Sekunde. HSV bleibt 2. Liga. |
| 2022/23 | Stuttgart vs. HSV | 3:0 / 1:3 | Stuttgarts Tor in der 92. Minute rettet den Klassenerhalt. |
| 2014/15 | HSV vs. Karlsruher SC | 1:1 / 2:1 n.V. | HSV rettet sich durch Tor in der 115. Minute. |
| 2016/17 | Wolfsburg vs. Braunschweig | 1:0 / 0:1, 4:1 i.E. | Elfmeter-Drama rettet den VW-Klub. |
Geschichte der Relegation
Die Relegation hat in der Bundesliga eine wechselvolle Geschichte. Von 1963 bis 1991 gab es verschiedene Formen des Auf-/Abstiegs-Playoffs. 1991 wurde die Relegation abgeschafft — die letzten drei stiegen direkt ab. 2008 fuehrte die DFL die Relegation in der heutigen Form wieder ein, als Kompromiss zwischen sportlicher Fairness und TV-Dramatik.
Seitdem hat die Relegation einige der dramatischsten Momente der Bundesliga-Geschichte produziert. Die HSV-Rettungen, Unions historischer Aufstieg, Stuttgarts Zittern — Spiele, die Millionen vor den Bildschirmen fesseln.
Relegations-Statistik seit 2009
Seit der Wiedereinfuehrung hat der Erstligist in etwa 60% der Faelle die Klasse gehalten. Der Zweitligist steigt in etwa 40% der Faelle auf. Die Relegation bleibt eines der spannendsten Formate im europaeischen Fussball.